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NEWS
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Sargent – berühmt für seine Gesellschaftsporträts – widmete seine Kunst nicht nur einer äußerst betuchten Klientel, sondern auch Künstlern und Freunden. Als Galerie von berühmten Malern, Schriftsteller_innen, Schauspieler_innen und Musikern ziehen diese Werke zuerst in der Londoner National Portrait Gallery und dann im Metropolitan Museum of Art ein. mehr ... |
Als Dreißigjähriger wurde Raoul Dufy (1877–1953) Mitstreiter der „Fauves“-Bewegung rund um Henri Matisse. Danach findet man kaum eine Spur seines Schaffens in kunsthistorischen Überblickswerken, obwohl der aus Le Havre stammende Maler ein erfolgreicher Maler, Illustrator, Textilentwerfer, Bühnen- und Kostümbildner und Gestalter großflächiger Wandgemälde war und 1952 mit dem Großen Preis für Malerei auf der Biennale von Venedig ausgezeichnet wurde. mehr ... |
Zum eigenen 200. Geburtstag widmet das Städel seinen Besucher_innen und sich selbst eine Ausstellung zum 150. „Geburtstag“ des Impressionismus und nimmt das Thema wörtlich. Felix Krämer stellt vor allem die Landschaftsmaler unter die Führerschaft von Claude Monet und arbeitet dessen Stellung innerhalb der Gruppe deutlich heraus. mehr ... |
Topografische Ansichten aus dem Besitz von Erzherzog Johann (Florenz 1782–1859 Graz) schmücken derzeit die Wände der Albertina. Thomas Ender, Jakob Gauermann, Johann Kniep, Matthäus Loder und Karl Russ gehören zu den wenig bekannten Künstlern der 1810er bis 1830er Jahre, die als Kammermaler für den aufgeklärten Erzherzog vor allem durch die Steiermark, Tirol und generell die Alpenländer zogen, um die schönsten Ansichten der Bergwelt festzuhalten. Gleichzeitig dokumentierten sie alpenländische Trachten, die Musterwirtschaften von Erzherzog Johann, wie den berühmten Brandhof, die Gletscher und deren Eroberung. mehr ... |
Wally, eigentlich Walburga Neuzil, war zwischen 1911 und 1915 Lieblingsmodell und Lebenspartnerin von Egon Schiele. Das berühmte „Bildnis Wally Neuzil“ (1912) des Leopold Museums ist der Ausgangspunkt für eine Spurensuche, die die von Männern dominierte Kunstwelt des frühen 20. Jahrhunderts dekonstruiert. mehr ... |
Für die Friedenspolitik in Europa war der Wiener Kongress (1814–1815) von epochaler Wirkung. Nach Jahrzehnten militärischer Auseinandersetzungen folgte eine Phase der Restauration. Das in Wien gefundene Gleichgewicht der Mächte verleiht dem Kongress bis heute eine zentrale Stellung in der Geschichte Europas. mehr ... |
Knapp 100 Zeichnungen der amerikanischen Künstlerin Elaine Sturtevant (1924–2014), die sie zwischen 1964 und 2004 anfertigte, werden ab heute in den neu adaptierten Räumen der Tietze-Galleries für Prints and Drawings gezeigt. 80 Arbeiten davon sind überhaupt erstmalig zu sehen und wurden von Kurator Mario Kramer aus dem Estate Sturtevant (Courtesy Galerie Thaddaeus Ropac, Paris–Salzburg) zusammengestellt und in Privatsammlungen aufgespürt. Gemeinsam mit MMK Museum für Moderne Kunst in Frankfurt und dem Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart in Berlin zeigt die Albertina in Wien die erste große Museumsausstellung zum zeichnerischen Werk der Preisträgerin des Goldenen Löwen (54. Biennale in Venedig). mehr ... |
Ausgangspunkt für die Vermessung der zeitgenössischen Landschaftsfotografie bietet für Kurator Florian Steiniger das Werk von Hamish Fulton, der seit Ende der 1960er Jahre Landschaften erwandert und seine Eindrücke mit der Kamera festhält. „Walk Work“ nennt er seine Art der Natur zu begegnen und sein Erstaunen in schwarz-weiße Bilder umzuwandeln. „Straßen und Wege“ (2004) des oberösterreichischen Fotografen Bernhard Fuchs schließen in der Ausstellung des Bank Austria Kunstforums ikonografisch daran an. Während Fulton und Fuchs sich einer direkten Fotografie bedienen, ist Andreas Gursky berühmt für seine digital überarbeiteten Bilder. Damit diagnostizieren Steininger im Bank Austria Kunstforum eine Hinwendung zu fantastischen Welten, die mehr die Sehnsüchte der Menschen als die Natur widerspiegeln. mehr ... |
Rund fünfzig Werke Paul Gauguins finden im Frühjahr den Weg in die Fondation Beyeler, darunter das Gemälde „Nafea faa ipoipo? (Wann heiratest du?)“ (1892), das jüngst durch einen privaten Verlauf zum teuersten Kunstwerk der Welt wurde. In sechs Jahren Vorbereitungszeit stellte Raphaël Bouvier eine Schau zusammen, die das vielseitige Œuvre des französischen Künstlers facettenreich beleuchtet. Neben Selbstporträts zeigt die Fondation u. a. die visionären und spirituellen Bilder aus seiner Zeit in der Bretagne. Doch vor allem die auf Tahiti entstandenen, farbenprächtigen Gemälde sollen im Vordergrund stehen. In ihnen feierte der Künstler seine Idealvorstellung von einer unversehrten exotischen Welt und verbindet darin Natur und Kultur, Mystik und Erotik, Traum und Wirklichkeit auf harmonische Weise. Wenn Gauguin in der Südsee auch nicht das erhoffte Paradies wiederfand, sondern eine ein der französischen Kolonialmacht veränderte Gesellschaft, so stehen seine Bildschöpfungen für den ersten kreativen Austausch mit der so genannten „primitiven Kunst“, wie vor allem seine Skulpturen und Holzschnitte belegen. mehr ... |
Mons ist gemeinsam mit Pilsen Europäische Kulturhauptstadt 2015! Mit „Van Gogh im Borinage. Die Geburt eines Künstlers“ feiert die Stadt den Einfluss der Region auf den berühmten Künstler. Als Borinage, schwarzes, von Kohlestaub bedecktes Land, wurde der Westen Belgiens im 19. Jahrhundert bekannt. Von Dezember 1878 bis Oktober 1880 lebte Vincent van Gogh in der Umgebung von Mons und verdingte sich anfangs als Prediger in Probezeit. Hier entschied er sich nach seiner Kündigung, Künstler zu werden. Er identifizierte sich mit der harten Realität des Alltags der Kohlearbeiter sowie ihrer Familien und fand die Landschaft pittoresk. mehr ... |
Mario Codognato, neuer Chefkurator am 21er Haus, wollte schon lange eine Ausstellung zum Thema Bett machen. Im 21er Haus geht es ab heute daher um alles, nur nicht ums Schlafen! Seiner traditionellen Funktion als Ruhestatt entkleidet, entpuppt sich das Möbel als Ort des Lebens, als Bühne für Eros und Thanatos. Anselm Kiefers „Himmelsschlucht“ (2011/12) zeigt bereits am Eingang den Weg von der Horizontale in die Vertikale. Wenn auch daneben „Wiege Nr. 1“ aus der Möbelmanufaktur Michael Thonet die Schau einleitet, kann man doch schnell in den Windungen des Rosé gefärbten Vorhangs verloren gehen. Geburt, Schmerz, Kindheit, Sex (Liebe), Krankheit, Tod und Anthropomorphes sind die großen Themen im Erdgeschoß. Gewalt, Politik, Einsamkeit und Mythos folgen im ersten Stock, ist die Ausstellung doch die erste, die sich über beide Etagen erstreckt. mehr ... |
Zwei Schlafzimmer stehen im Zentrum der Ausstellung „Wege der Moderne“, die Christian Witt-Dörring und Matthias Boeckl anlässlich des 150. Geburtstags des MAK kuratierten. Jenes von Josef Hoffmann für Johanna und Dr. Johannes Salzer (1902) und Adolf Loos‘ Entwurf für die eigene Wohnung (1903). Der Sinnlichkeit seines Kontrahenten, der gekonnt mit (erotisch aufgeladenen) Materialien spielte und jedes neuerfundene Ornament ausschloss, hatte Hoffmann perfekt aufeinander abgestimmte Einrichtungsgegenstände entgegenzusetzen. Diesen Antagonismus – funktionaler Jugendstil hier und aufbegehrende Neudefinition da – schließen Christian Witt-Dörring und Matthias Boeckl bewusst nicht. Stattdessen stellen sie die unterschiedlichen Ausprägungen der Wiener Moderne in den kunst- wie kulturhistorischen Kontext. Zwischen Geschmacksbildung im ausgehenden 18. Jahrhundert und Postmoderne im ausgehenden 20. Jahrhundert führt der „Weg der Moderne“ über sagenhafte 600 Objekte. mehr ... |
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Etwa 45 Gemälde des französischen Impressionisten Gustave Caillebotte (1848–1894) versammeln Mary Morton und George Shackelford für die National Gallery of Art, Washington und das Kimbell Art Museum, Forth Worth/Texas. Die Bilder stammen aus den Jahren 1875 bis 1882, als Caillebotte regelmäßig an den von der Öffentlichkeit stark kritisierten Impressionisten-Ausstellungen teilnahm. Das wenig bekannte Spätwerk des Malers wird demnach nicht thematisiert. Ziel der Schau ist es, den provokativen Charakter und die Komplexität seines künstlerischen Beitrags aufzuzeigen. Daher interessierte sich Kuratorin Mary Morton für spektakuläre Bilder von den neuen, öffentlichen Räumen, die durch die Umgestaltung von Paris durch Baron Haussmann entstanden waren, aber auch meditative Schilderungen des Freizeitverhaltens der Pariser_innen. Caillebotte lebte im 8. Arrondissement von Paris, das in den 1850er und 1860er Jahren neu errichtet wurde. Seine persönlichen Erfahrungen mit der modernen Stadt verarbeitete er in großformatigen Kompositionen, deren Atmosphäre, wie die Chefkuratorin für französische Malerei an der National Gallery in Washington meint, auch Städter des 21. Jahrhunderts noch anspricht. mehr ... |
Landläufig ist der Epochenbegriff Renaissance mit der Wiederentdeckung antiken Formenvokabulars und der realistische Wiedergabe des Gesehenen verbunden. Das Städel Museum in Frankfurt stellt hingegen das Expressive der mitteleuropäischen Kunst des frühen 16. Jahrhunderts in den Mittelpunkt. Ausgehend von Albrecht Altdorfer (um 1480–1538) fragen die Kuratoren Stefan Roller und Jochen Sander nach wesentlichen Neuerungen in der süddeutschen Kunst, die zu überraschenden, weil modern wirkenden, expressiven Gestaltungsweisen führten. mehr ... |
Zum 85. Geburtstag richtet die Albertina einem der wichtigsten Künstler Österreichs eine umfassende Retrospektive aus. Von ersten surrealistisch inspirierten Zeichnungen über die bekannten Zentralisationen, unerwartete Proportionsstudien hin zu den Fotoübermalungen und Kreuzübermalungen erstreckt sich die Präsentation. Das Werk des 1929 in Baden bei Wien geborenen Künstlers zeigt sich in seiner Radikalität überraschend frisch. Die Bedeutung der Zeichnung – oder auch des Zeichnens – ist für die Genese seines Werks kaum zu überschätzen. mehr ... |
Viel haben sie ihm, Paul Durand-Ruel (1831–1922), zu verdanken, die Impressionist_innen. Ohne ihn, so war sich Claude Monet in seinen Anfängen sicher, hätte sie nicht überlebt. Ab 1870/71 vertrat er die Pariser Avantgarde, ging mit seiner Galerie sogar in Konkurs und verkaufte die heute so beliebten Gemälde auch in die Vereinigten Staaten. Durand-Ruel handelte mit Werken von Monet, Pissarro, Degas und Renoir und kämpfte für die Akzeptanz ihrer neuen Bildsprache. In ihm verband sich ein Gespür für Kunst mit Kommerz, was ihm erlaubte, aus seiner Pariser Galerie eine international agierende Firma zu machen. Filialen in London und New York organisierten Ausstellungen und machten die Impressionist_innen weltweit zu gefragten Künstler_innen und den Impressionismus zu einem allerorts bekannten Begriff. In Kooperation mit der Londoner National Gallery und dem Philadelphia Museum of Art organisierte die Réunion des Musées Nationaux – Grand Palais unter der wissenschaftlichen Leitung von Sylvie Patry eine Wanderausstellung von ca. 85 Werken, die entweder von der Galerie Durand-Ruels verkauft wurden oder in ihr ausgestellt waren. Sie zählen bis heute zu den Höhepunkten impressionistischer Bildkunst. mehr ... |
Gemeinsam mit dem Kunsthaus Zürich stemmt das Museum Folkwang in Essen eine wichtige Schau und einen gewichtigen Katalog über den transkulturellen Austausch zwischen französischen und japanischen Künstler_innen. Bislang musste man die Publikationen von Klaus Berger und Siegfried Wichmann (beide 1980) in die Hand nehmen, um sich über dieses Thema umfassend zu informieren, jetzt zeichnet der Katalog aus dem Steidl Verlag die Faszination am Japanischen zwischen 1860 und 1910 mustergültig nach. Die von Karl Ernst Osthaus ab 1898 angelegte Sammlung Japonica und die eigenen Sammlungen französischer Werke der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ergänzen einander in dieser Fragestellung und wurden durch eine Reihe wichtiger Arbeiten ergänzt. Für den Katalog versammelte Kuratorin Sandra Gianfreda zwei ausgewiesene Japan-Spezialist_innen: Mae Michiko, Professorin für Modernes Japan in Düsseldorf mit Schwerpunk Transkulturalität, und Gregory Irvine, Kurator am Victoria and Albert Museum, Spezialist für Metallobjekte sowie die Kunst der Meiji Periode. Geneviève Aitken, Sandra Gianfreda, Belinda Thomson, Claire Guitton, Ursula Perucchi-Petri und Peter Kropmanns beleuchten den Japonismus von kunsthistorischer Seite. mehr ... |
Der jüngst von der Yale University Press, New Haven and London herausgegebene, 104 Seiten schmale Band über das Spätwerk von Joan Miró (1893–1983) besticht durch seine grafische Gestaltung und einem Interview mit dem bedeutenden katalanischen Filmemacher und Miró-Freund Pere Portabella (* 1929 Barcelona). Das von Marquand Books, Inc., Seattle betreute Buch wurde von Erica Anderson als kongeniales Pendant zur Malerei Mirós entwickelt. Es finden sich dessen kompositorische Strategien wie die harmonische Verteilung der Bildelemente über den weißen Grund, der spielerische Umgang mit Richtungen. Das Spielerische und Experimentelle in der Kunst des Katalanen wird in diesem Band äußerst geschickt auf der visuellen Ebene transportiert. Die Texte von Carmen Fernández Aparicio, Kuratorin am Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia in Madrid, und Charles Palermo, Professor für Kunstgeschichte am College of William and Mary in Williamsburg (VA), führen in das Werk des Katalanen ein. Fernández Aparicio lässt dabei oft den Künstler und seine Freunde zu Wort kommen, während Charles Palermo die Frage nach der „Unzeitigkeit“ des Spätwerks stellt. mehr ... |
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Die Ausstellungsvorschau für Wien und Klosterneuburg 2015. mehr ... |
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Dem Maler, Druckgrafiker, Kunstkritiker, Romanautor und Dichter Émile Bernard widmen das Musée de l‘ Orangerie und die Kunsthalle Bremen eine Einzelausstellung. Im Vergleich zu seinem Freund Paul Gauguin ist Bernard heute nur mehr einem kleinen Publikumskreis bekannt. Während Gauguin als „Erfinder“ des Cloisonnismus/Synthetismus und mit seinen Reisen in die Südsee in aller Welt gefeiert wird (→ Fondation Beyeler), ist sein Kollege – auch wegen seiner Rückbesinnung auf die Maltradition der Frührenaissance – in den Hintergrund geraten. Paris und Bremen wegen nun eine Neubewertung! mehr ... |
Das KHM zeigt seine erste große Ausstellung über Diego Rodriguez de Silva y Velázquez, die vom hauseigenen Bestand der dynastischen Porträts ausgeht. Alle Bildnisse wurden während der Regierungszeit von Philipp IV. (1632–1659) nach Wien geschickt, weshalb das KHM über den größten Bestand an Porträts des Künstlers außerhalb des Prado verfügt. Die Werke dokumentieren die engen dynastischen Beziehungen zwischen dem Spanischen und Wiener Hof während des 17. Jahrhunderts, die in einer intensiven Heiratspolitik gipfelte. Leider wurde die Sammlung im 19. Jahrhundert nicht museal ergänzt. mehr ... |
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Das Kunstmuseum Bonn und die Städtische Galerie am Lenbachhaus, München, widmen der Künstlerfreundschaft zwischen dem Bonner August Macke (1887–1914) und dem Münchener Franz Moritz Wilhelm Marc (1880–1916) eine umfassende Schau und einen ausführlichen Katalog. Berühmt wurden Macke und Marc für überaus farbenfrohe Werke: darunter die 30 Aquarelle, die Macke während seiner Tunis-Reise gemeinsam mit Paul Klee (Oktober 1913 bis Juni 1914) geschaffen hat, oder die blauen Pferde Marcs. Zwischen dem 6. Januar 1910, dem ersten Treffen in Marcs Münchener Atelier, und dem 26. September 1914, als August Macke auf einem französischen Schlachtfeld bei Perthes-les-Hurlus fiel, spannt sich ein viereinhalbjähriger Bogen gemeinsamen Arbeitens, Nachdenkens über Kunst, sich aneinander Reibens. So verschieden die Künstler auch waren – Macke war weltoffen, spontan, direkt und Marc introvertiert, nachdenklich und ein Misanthrop – so viele Berührungspunkte lassen sich aufzeigen. mehr ... |





